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Idee für den NaNoWriMo

 Ich weiß, dass man eigentlich erst am 1.November mit dem Schreiben für den NaNoWriMo anfangen darf, jedoch brauch ich immer erst einen Anfang, um überhaupt eine Idee zu haben und das war bis jetzt meine Idee für den Plot. Ich würde mich über Kritik freuen, das kann sowohl gute, als auch schlechte sein und es würde mich interessieren, ob ihr das eine Gute Idee für den NaNoWriMo finden würdet. Ich werde an dieser Geschichte vorerst nicht weiterschreiben, weil das bis jetzt eher eine Leseprobe ist. Mit dem richtigen >Schreiben< beginne ich natürlich am 1. November :)



1

Padrona, die Herrin von Mela liebte die Veränderung. Wenn im Frühling die Rosen erblühten und sich die Vögel zum Brüten niederließen. Das war Montagna bewusst und sie konnte es nicht leiden, ihrer Mutter dabei zuzusehen, wie sie liebevoll eine Vase mit Blumen füllte. Die Anderen hatten Ehrfurcht vor der großen Herrin Melas.
  Montagna jedoch, schien nicht einmal Respekt zu haben. "Madre", sprach sie und ignorierte die Blicke ihrer Schwester Leone. "Ich glaube, der Herbst wird dieses Jahr besonders windig."
Sie, als Visionärin, musste es wissen. Jedes Mal trafen ihre Visionen zu und versetzten die Stadt in Angst und Schrecken.
Padrona seufzte müde und nahm die Hände ihrer Tochter. Das störte Montagna. Sie wollte diese bescheuerte Zuneigung ihrer Mutter nicht. Sie stieß sie weg und beließ es dabei.
  "Fass mich nicht an, Madre!", warnte sie und trat einen Schritt zurück. Pedrona schüttelte verzweifelt den Kopf. "Ach, mein Kind. Wieso nimmst du meinen Schutz nicht?"
  In Mela wurde gemunkelt, dass Pedrona eine mächtige Magierin war. Sie konnte zaubern und gedankenlesen. Montagna glaubte nichts davon.
"Sorella!", rief sie ihre Schwester Leone herbei. "Bleib du bei Mutter. Ich werde einen Spaziergang machen und meine Befürchtungen bestätigen lassen."
  Mela war dort, wo sich einst ein gewisses Italien befunden hatte. Man versuchte den Kindern weiszumachen, dass sie etwas Ähnliches wie Italienisch sprachen, was vom Latein abstammte, so wie viele andere Sprachen auch. In diesem Fall war Montagna sehr skeptisch. Sie glaubte nichts von dem, was die Älteren ihr erzählten. Sie glaubte an die Göttin Dea und sie glaubte, dass sie diejenige gewesen war, die ihnen diese Sprache verlieh.
  Montagna galt als sehr störrisch und wurde geachtet und respektiert, doch vorallem auch mit Würde behandelt. Es gefiel ihr. Sie mochte es, wenn die Leute sich vor ihr verbeugten, ihr Bäder einließen oder ein Festmahl für sie bereiteten. Sie genoss es alles, außer den Gedanken, dass sie es nur taten, weil Montagna die Tochter der Herrin von Mela war. Sie selbst wäre noch nicht einmal eine Fürstin, geschweige denn eine Herrin geworden. Sie wollte nicht mit Principessa angesprochen werden. Sie wollte auch keine wichtige, bekannte Person sein. Alles, was sie wollte, war, dass sie gut behandelt wurde. Konnte das zu viel verlangt sein?
  Sie trat nach draußen, atmete einmal tief ein uns wusste sofort, ein großer Sturm nahte. Wer brauchte schon Wachen, die einen  verfolgten und keine Sekunde aus den Augen ließen? Wer benötigte jede Minute des Tages Schutz und einen geborgenen Raum, in den man sich zurückziehen konnte?
Padrona.
  Montagna war ein Mädchen, das seine Mutter verachtete. Ihrer Meinung nach war die Herrin Melas bloß eine selbstsüchtige Hexe, ohne Ziele, die sie sich setzte. Diese Frau war keineswegs gut. Sie konnte doch nicht ihre Mutter sein!
  Erst nach einiger Zeit bemerkte Montagna, dass Leone ihr gefolgt war. Sie kauerte hinter ihrer großen Schwester und betrachtete wohl Montagnas langes, schwarzes Haar. Sie galt als eine Pericolosi und dazu noch als Rabentochter. Ihr Vater, Corvino, lebte nicht mehr. Er starb, als Montagna noch klein war. Wenn sie ihre Mutter nach ihm fragte, wich diese meistens aus. "Du brauchst keine Angst vor ihm zu haben, Figlia. Er ist tot."
  Montagna hasste es, wenn Padrona sie Figlia nannte. Als wäre sie auch nur annähernd ihre Tochter! Hilfesuchend trat Montagna einen Schritt auf Leone zu. "Glaubst du, die heiligen Meli werden das Unwetter überstehen?"
Leones Gabe bestand darin, Gedanken zu erahnen und daraus die richtigen Schlüsse ziehen zu können. Jedes Kind der Padrona Santo besaß so eine Gabe, auch wenn sie nur zwei Töchter hatte. In Mela gab es keine Männer. Nirgendwo gab es Männer. Die Donne hatten sie gefangen genommen und nun lebten sie verstreut über das ganze Land als >Sklaven<, wie Montagna die Männer liebevoll nannte.
  "Ich weiß es noch nicht. Nach einer starken Vision bin ich immer ziemlich erschöpft. Lass mir bis morgen Zeit, um es herauszufinden."
Die beiden Schwestern standen sich sehr nahe. Sie hatten keine Geheimnisse voreinander und sprachen über alles offen miteinander. Leone war bloß ein Jahr jünger als ihre Schwester und kam gut damit klar. Sie sollte später einmal in Padronas Fußstapfen treten und würde dann auch ihren Namen übernehmen. Padrona. Die Herrin. Mela hatte den Namen aus dem Italienischen übernommen
  "Du bekommst die Zeit, die du benötigst, Sorella. NIcht mehr und nicht weniger. Wir können die Meli nicht riskieren, wir können aber auch nicht zulassen, dass du kaputtgehst. Mela braucht dich. Ich brauche dich. Mutter braucht dich. Sia benedetto." Und mit diesen Worten ging sie davon und ließ Montagna mit ihren Sorgen ganz allein.
  Leone war die Vernünftigere von den Beiden. Sie konnte klarer denken als andere und war somit immer im Vorteil. Die Schule hatte sie bereits mit  süßen fünzehn Jahren beendet, während Montagna sich ganze sechzehn Jahre durchquälte. Es wurde viel über das Wohl von Mela gesprochen und manchmal bekam Montagna das Gefühl, dass Padrona sich einfach zurücklehnte und ihren Töchtern dabei lauschte, wie sie über friedliches Zusammenleben und unreife Äpfel sprachen.
  Für wen hielt diese Frau sich eigentlich? Montagna setzte sich an den Teich namens Dea amata, der der Göttin gewidmet war, und überlegte fierberhaft, wie sie ihre Energie schnell wieder aufladen konnte. Sie musste wissen, wann der Sturm eintraf und ob er den Meli schaden würde. Die heiligen Apfelbäume Melis galten als Symbol der Göttin. Der Apfel stand für das Leben und gab den Melianern Kraft und Energie. Niemand wagte es, auch nur einen Apfel anzuurühren, geschweige denn zu essen. Montagna würde dieses Tabu auch nicht brechen, nicht einmal, um ihr Land zu schützen. Das würde niemand.

One Response to Idee für den NaNoWriMo

  1. OMG. Freddi. Du bist mehr als genial, mehr als ein Schreiber-genie. Ich hoffe, das ist dir klar!!!
    Ich bin sooo sehr auf deine Fortsetzung gespannt! (Und ich weiß genau, wie du auf die italienischen Namengekommen bist xDDDDD) Ich glaube, ich könnte den tollen Schreibstil nicht durchhalten, und bin aber überzeugt, dass du es einzigartig meistern wirst. Ich freue mich schon so abartig auf den 1.11. - da gibt es dann endlich mehr!!!

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