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Numbers- den Tod im Blick

Autor: Rachel Ward
Preis: 13,95€
Verlag: Carlsen Verlag
Erscheinungsdatum: April 2010
Empfohlenes Alter: 14-16 Jahre


Jem ist 15 Jahre alt und kein normaler Teenager. Sie sieht Zahlen. Und die Zahl, die sie bei ihrem Gegenüber sieht, ist das Datum, an dem diese Person sterben wird. Deshalb lebte sie immer zurückgezogen. Bis sie Spinne kennenlernt. Doch an einem Tag mit Spinne beim London Eye, sieht Jem, dass die anwesenden Leute dort, alle die gleiche Zahl haben. Sie können sich noch rechtzeitig retten, als dort eine Bombe hochgeht. Spinne weiß mittlerweile von ihrem Geheimnis, aber schon bald werden die Beiden von der Polizei gesucht und als Terroristen verdächtigt. Sie müssen fliehen. Und dann ist da ja noch Spinnes Zahl. 15122010. Bis dahin dauert es nur noch ein Paar Tage ...

"Wir wissen, dass für uns alle eines Tages das Ende kommt, aber wir sollten uns davon nicht unterkriegen lassen. Wir sollten nicht zulassen, dass uns das vom Leben abhält."

Ich glaube, ich habe beim Lesen eines Buchs selten so viel geweint, wie bei diesem. Ich hatte sofort Mitleid mit Jem, wie furchtbar sie lebt und dass sie doch keine richtige Zukunft vor sich hat. Und da wird einem Bewusst, dass man es ziemlich gut hat und sich damit glücklich schätzen sollte. Und dann fiel mir auf, dass Jem sich auch ganz anders benimmt, als ich. Sie redet anders, ist total verschlossen und man hört ziemlich oft die Worte "Verpiss dich!" von ihr. Ich glaube, das habe ich noch nie gesagt, außer mal zum Spaß. Sie sagt es, wenn ihr jemand zu Nahe kommt. Und das Ende war dann total deprimierend. Ich habe so gehofft, dass (Mini-Spoiler!) das alles ein gutes Ende nimmt und dann das! (Spoiler vorbei!) Ich werde jetzt nicht verraten, was am Ende passiert ist, aber ich sage euch, dass es deprimierend ist und dazu führt, dass man Rotz und Wasser heult.

Die Charaktere sprachen sehr umgangssprachlich. Andauernd dieses >'nen< oder >'ne< und diese Abkürzungen von Wörtern, zum Beispiel >Willste< bei >Willst du<. Man gewöhnt sich relativ schnell daran und auch das ständige >Mann<, dass Spinne oft ans Ende seiner Sätze setzte.

Die Handlung ist einfach. Das mit den Zahlen ist schon genial, aber dann passiert nichts außer, vor der Polizei fliehen, verstecken, irgendwie Essen kaufen und essen, Leuten begegnen, die zum Hinterniss werden und sich verlieben. Ich fragte mich ab einer bestimmten Stelle wirklich, wielange man über so eine Flucht schreiben kann, ohne dass die Personen geschnappt werden. Am Ende wurde man doch noch überrascht und wie gesagt deprimiert.

Fazit: Ein wirklich tolles Buch, das sich deutlich von den anderen unterscheidet, weil es der Protagonistin einfach scheiße geht und sie nicht wieder das total schüchterne, hübsche, nette Mädchen auf der Highschool ist, dass sich in einen Jungen verliebt und der sich natürlich, total selbstverständlich auch in sie verliebt. Diese Geschichte ist einfach anders und das im positiven Sinne.

4 von 5 Punkten

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4 Responses to Numbers- den Tod im Blick

  1. Eine wirklich gute Rezension, das Buch ist direkt auf meine Wunschliste gewandert. :)
    Noch danke, für das Lob zu meinem Lesemarathon-Bericht. :)
    Liebe Grüße, RomeosJuliet

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  2. Tolle Rezi! Ich möchte es jetzt endlich auch mal lesen, will ich ja schin seit Ewigkeiten ... Echt super Rezi, wie immer!!! <3

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  3. Schöne Rezi!
    Das Buch hört sich sehr interessant an, wird direkt mal notiert :)

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  4. Supertolle Rezi! Danke, dass du mir den Link gegeben hast :) Da hab ich gleich noch mehr Lust, es zu lesen. Ich liebe Bücher, bei denen man heulen muss ;D hab dich lüüb

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