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Die Seelen der Nacht

Autor: Deborah Harkness
Preis: 19,99€
Verlag: Blanvalet
Seitenanzahl: 800 Seiten
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Diana Bishop ist Historikerin mit Leib und Seele. Dass in ihr zudem das Blut eines uralten Hexengeschlechts fließt, versucht sie im Alltag mit aller Kraft zu ignorieren. Doch als Diana in der altehrwürdigen Bodleian-Bibliothek in Oxford ein magisches Manuskript in die Hände fällt, kann sie ihre Herkunft nicht länger verleugnen: Hexen, Dämonen und Vampire heften sich an ihre Fersen, um ihr das geheime Wissen zu entlocken – wenn nötig mit Gewalt. Hilfe erfährt Diana ausgerechnet von Matthew Clairmont, Naturwissenschaftler, 1500 Jahre alter Vampir – und der Mann, der Diana bald schon mehr bedeuten wird als ihr eigenes Leben …

 Sobald die Tür ins Schloss gefallen war, schoss ein abgewetzter silberner Sarg den Kamin herab und landete auf dem brennenden Papier. Ein paar Tropfen Blut und Quecksilber wurden durch die Hitze der Flammen aus den beiden Kammern innerhalb der Ampulle geschleudert und jagten einander über die Oberfläche des Buches, bis sie durch den Rost fielen. Dort drangen sie tief in den weichen alten Mörtel des Kamins und reisten weiter in das Herz des Hauses. Als sie es erreicht hatten, seufzte das Haus erleichtert auf und ließ einen vergessenen, verbotenen Duft frei.


"Ein unwiderstehliches Leseerlebnis!" Booklist
     Dem kann ich nur zustimmen. Die Inhaltsangabe sagte mir nicht sehr fiel, doch schon auf den ersten Blicken fiel auf, dass die Autorin wohl außerordentlich intelligent ist. Sie führte einen gründlich in die Geschichte hinein und erklärte alles verständlich und gut leserlich. Schon nach ein paar Seiten hegte ich Diana gegenüber Symphatien und wollte mehr über sie erfahren. Besonders gefiel mir, dass sie die Geschehnisse so umfangreich beschrieb. Es war nicht direkt eindeutig, dass das Manuskript Ashmole 782 noch so bedeutend werden würde.

Nach einiger Zeit kam dann endlich Matthew hinzu, den ich von Anfang an leiden konnte. Sofort war klar, dass er ein Vampir. Er zeigte anfangs wohl bloß Interesse an dem Manuskript, doch das schien sich bald zu ändern. Diana traf sich öfter mit ihm, konnte ihn immer besser leiden und verliebte sich irgendwann in ihn. Als sie von immer mehr Hexen, Vampiren und Dämonen bedroht wurde, brachte Matthew sie in Sicherheit nach Frankreich zu seiner Mutter.

Die Rücklichter des Range Rovers verschwanden unten am Hügel. Sobald Matthew nicht mehr zu sehen war, rutschte ich an den Steinen der Brüstung hinab und ließ den Tränen freien Lauf. Und dann begriff ich, was eine Hexenflut war.
   An dieser Stelle begriff ich, dass Matthew Diana mehr bedeutete, als ich angenommen hatte. Sie wollte ihn bei sich haben und wusste aber auch, dass es falsch war, so zu denken, denn ein Vampir und eine Hexe durften nicht zusammen sein.
"Träume ich?"  "Du träumst nicht", versicherte mir Matthew. "Und, Diana?" Er zögerte. "Ich liebe dich." Nichts hatte ich mir so gewünscht wie diese Worte. Die lang vergessene Kette in mir begann leise im Dunkeln zu singen.
 Das war der entgültige Zeitpunkt, an dem es Klick gemacht hat und klar war: Aus den Beiden würde noch etwas werden. Doch solch eine Liebe zwischen Vampir und Hexe hat auch die entsprechenden Konsequenzen. Bald erfuhr man von der >Kongegration<, die es gar nicht gerne sah, dass die Beiden sich liebten und sie hatte so ihre hinterhältigen Pläne. Ob es nun Diana oder Matthew war, der bedroht wurde. Es ließ mich die Luft anhalten und spannend mitfiebern.

Etwa ab Seite 522 bis 524 gab es eine ganz herzzereißende Stelle, die ich mir am liebsten zehnmal durchgelesen hätte. Die Geister der Bishops gab es immer noch. Sie hausten im Haus der Bishops, in dem derzeitig Dianas Tanten Sarah und Emily lebten, aber auch woanders begegnete Diana welchen. Welchen genau, möchte ich nicht verraten, aber die Stelle rührte mich auf jeden Fall zu Tränen.

Deborah Harkness ist Professorin für Europäische Geschichte und Wissenschaftsgeschichte.
Sie erhielt schon mehrere Stipendien und Auszeichnungen für ihre wissenschaftlichen Arbeiten. Also eine intelligente Autorin, was auch wie bereits erwähnt direkt klarwird. Manchmal verstand ich jedoch bloß Bahnhof, weil ich die ganzen Fachausdrücke in der Biologie einfach nicht kannte. Das Buch besitzt eine Fülle an Informationen und besonders die kleinen Sätzchen auf Französisch gefielen mir.

Es ist kein Buch, das man ganz schnell durch hat. Man muss sich die Zeit nehmen, die Geschichte auszukosten und die Charaktere genau kennenzulernen und liebzugewinnen.
Ein ziemlich offenes Ende schließt den ersten Teil ab, doch ich las, dass es noch weitere Teile geben soll, was mich direkt aufheiterte, denn ich liebe den Schreibstil der Autorin.
  Und da, liebe Leser, gelangen wir wieder zum Thema Autorin. Die gute Harkness besitzt nämlich auch einen Blog(Good wine under $20) und lässt das auch in ihrem Buch durchblicken. Ein Tag wäre kein vernünftiger, wenn Matthew nicht mindestens ein Glas Wein getrunken hätte, bei dem Diana natürlich sofort wissen wollte, was für einer das denn ist.

An manchen Stellen fühlte ich mich an Twilight erinnert, doch sofort war für mich klar, dass dieses Buch Twilight um Längen schlägt. Der Meinung war ich jedenfalls
 Der einzige Nachteil an diesem Buch ist wohl, dass ich das Wort >Manuskript< nicht mehr hören kann, weil ich es jetzt so oft gelesen habe, dass es mir nicht mehr aus dem Kopf geht.

Zum Cover: Das Cover besitzt etwas Geheimnissvolles und macht neugierig auf den Inhalt des Inhaltes. Ich finde es wundervoll getroffen und perfekt zu Diana passend.

Fazit: Ein wundervolles Buch, mit dem man sich gemütlich vor den Kamin in einen Sessel oder auch ins Bett kuscheln kann, am besten mit einer heißen Tasse Tee und sich in die Welt von Diana und Matthew entführen lassen kann. Sehr empfehlenswert!



5 von 5 Punkten



Tipp: Auf www.deborah-harkness.de könnt ihr euch durch das Haus der Bishops bewegen und an einem tollen Gewinnspiel teilnehmen!

4 Responses to Die Seelen der Nacht

  1. schau doch mal bei mir vorbei ich hab da was für dich :)

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  2. Vielen Dank für die tolle Rezension!! :)

    Liebe Grüße aus München vom Blanvalet-Team

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  3. Eine wunderschöne Rezension!
    Und ich habe es noch nicht fertig *schäm*

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  4. Eine tolle Rezi ... es ist wirklich ein traumhaft schönes Buch. Ich habe es regelrecht verschlungen.
    LG Isabel

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