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Das Mädchen mit dem Stahlkorsett

Autorin: Kady Cross
Preis: 14,99€
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 368 Seiten
Kaufen? : Das Mädchen mit dem Stahlkorsett


In London kreuzen Luftschiffe am Himmel, dampfbetriebene Automaten erledigen die niederen Arbeiten, und von jungen Mädchen wird vor allem eines erwartet – anständig sein und hübsch aussehen. Mit Letzterem kann sie durchaus dienen, aber mit der Sittsamkeit hapert es bei Finley Jayne gewaltig, denn sie ist übermenschlich stark, und wenn ihr Temperament mit ihr durchgeht, kann es für ihre Kontrahenten schon mal böse enden. Als sie deshalb ihre Anstellung im noblen Haushalt der Familie August-Raynes verliert, scheint Finleys Schicksal besiegelt. Aber dann begegnet sie dem jungen Adligen Griffin, der gemeinsam mit seinen Freunden die wunderlichsten Experimente veranstaltet. Und Finley passt perfekt in die bunt gemischte Truppe, denn Griffin und seine Freunde haben ebenfalls übernatürliche Fähigkeiten, die sie im Kampf gegen das Böse auf den Straßen Londons einsetzen. Doch Finley trägt eine dunkle Seite in sich, und obwohl Griffin zarte Gefühle in ihr erweckt, fühlt sie sich auch zu dem zwielichtigen Gangster Jack Dandy hingezogen. Als Griffin und seine Freunde einer gigantischen Verschwörung auf die Spur kommen, die nicht nur Königin Victoria, sondern das ganze Empire bedroht, muss Finley sich entscheiden ...


Meine Meinung:

Bei diesem Buch ist meine Meinung geteilt. Die Handlung ist interessant und es sind viele gute Ideen vorhanden, aber diese wurden nicht wirklich gut umgesetzt. Ich brauchte ein wenig, um in das Buch hineinzukommen und war an manchen Stellen auch ziemlich verwirrt.
  Finley Jayne unterscheidet sich nicht groß von anderen Hauptprotagonistinnen und ich fand es sehr schade, dass man ihre böse Seite nicht öfter zu Gesicht bekam. Mir fehlte diese ganz bestimmte Punkt, an dem ich sagte: Das ist der Höhepunkt! Und in vielen Szenen saß ich da und hoffte auf den super Showdown, wurde aber enttäuscht.


Was mich normalerweise nicht stört, sind Dreiecksbeziehungen, solange sie ein wenig spannend bleiben. In diesem Buch gab es gleich zwei Dreiecksbeziehungen! Einmal die von (Überraschung!) Finley. Ist es nicht immer so, dass wenn die Hauptprotagonisten junge Mädchen sind, sich eine Dreiecksbeziehung entwickelt? Das ist doch zum laut Aufstöhnen! Viel mehr interessierte mich da die Dreiecksbeziehung von Emily, einer Freundin von Finley. Sie war auch so, der Charakter im ganzen Buch, der mir am besten gefallen hat. Neben ihren Freunden, rückte Finley in den Hintergrund. Pah!


Das ist ein weiterer Punkt- ich war wirklich enttäuscht von Finley. Man hätte so viel aus ihr rausholen können! So viel! Aber stattdessen denkt sie bloß an ihr Gefühlschaos und die verschiedenen Seiten in ihr kommen kaum zum Ausdruck! Schade eigentlich.
  Zu dem war die Handlung teilweise ziemlich vorhersehbar. Während Finley und ihre Freunde grübeln und nachdenken, weiß ich bereits, wer es ist, ohne dass das da so stand. Dazu waren Probleme einfach viel zu schnell gelöst.


Wenigstens holt das Cover noch etwas heraus. Wie dort hatte ich mir Finley zwar nicht vorgestellt und es kann auch sicherlich nicht die Kitikpunkte wieder wettmachen, aber es macht sich auch nicht schlecht im Bücherregal, nicht, dass das jetzt wichtig wäre.


Fazit: Ein nettes Buch zum Zeitvertreiben. Es gibt viele tolle Ideen und ich hoffe, dass die Autorin diese in der Fortsetzung noch einmal richtig umsetzen wird.




3 von 5 Punkten

2 Responses to Das Mädchen mit dem Stahlkorsett

  1. ich fand das Buch dagegen ja gut. So unterschiedlich können Meinungen da sein. Mir wäre es zu viel gewesen, wenn ihre dunkle Seite eine zu große Rolle gespielt hätte

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