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Halo






Autor: Alexandra Adornetto
Seitenanzahl: 560 Seiten
Verlag: Rowohlt
Preis: 17,95€
Kaufen? : Halo

In dem verschlafenen Ort Venus Cove scheint die Welt noch in Ordnung. Doch dunkle Mächte sammeln sich, immer öfter kommt es zu unerklärlichen Todesfällen. Bis eines Nachts drei Engel auf der Erde landen, vom Himmel gesandt, um dem Bösen Einhalt zu gebieten. Fasziniert vom Leben der Menschen, mischt sich Bethany, die jüngste und unerfahrenste der drei himmlischen Geschwister, unter die Schüler der Highschool– und verliebt sich Hals über Kopf in den attraktiven Schulsprecher Xavier. Doch ihre Liebe bringt die Mission der Engel in Gefahr, denn niemand darf über ihre eigentliche Herkunft Bescheid wissen. Und schlimmer als der Zorn des Himmels ist die Bedrohung durch das Böse, das bereits ein Auge auf Bethany geworfen hat …



"Schade", kommentierte Molly. "Ich mochte seine Tattoos. Meinst du, ich sollte mir auch eins machen lassen? Ich dachte an <Leirbag>."
  "Du willst ein Tattoo mit Gabriels Namen, nur rückwärts?"
"Verdammt, ist das denn so offensichtlich? Dann muss ich mir was anderes ausdenken."

Bethany, Gabriel und Ivy sind drei Engel, die auf der Erde gelandet sind, um einer Mission nachzukommen. Sie wollen Venus Cove zu einem besseren Ort machen, die Leute Gott wieder näherbringen. Doch ausgerechnet die unerfahrene Bethany droht jetzt, alles kaputt zu machen, indem sie sich in Xavier verliebt und er in sie. Als wäre das noch nicht alles, taucht auf einmal der gutaussehende Jake Thorn an ihrer Schule auf und stellt alles auf den Kopf.
  Die Idee, die hinter diesem Buch steckt hat mir sehr gut gefallen. Adornetto hatte eine genaue Vorstellung davon, wie drei Engel aus dem Himmel sich benehmen könnten, wie sie in menschlicher Gestalt aussehen könnten, und wo ihre Unterschiede zu Menschen liegen. Sie stellte auch deutlich, dass Bethany zum Teil ziemlich naiv und dumm handelte und dabei nicht an ihre Geschwister dachte. Aber genauso machte sie klar, dass Bethanys Liebe zu Xavier schon von Beginn an sehr stark war und man sie so oder so nicht mehr aufhalten konnte.

Bethany wusste oft nicht, was sie tat, aber sie konnte die Menschen um sie herum sehr gut überreden, etwas zu tun, und ich hatte oft das Gefühl, als wäre Xavier eher ihr Schoßhündchen, als ihr geliebter Freund.
Und doch wollte sie keinen Augenblick von ihm getrennt sein. Es bereitete ihr gar körperliche Schmerzen, was man auf Seite 458 sehr gut merkte. Dort war sie nur ein paar Tage von ihm entfernt, und doch verlor sie an Gewicht, sah klein und zerbrechlich aus und lag nur noch Zuhause rum, weinte/vertrieb sich die Zeit mit ihrem Hund Phantom.

Xavier war ein 0815 Freund, das hieß- Muskulös, sportlich, unglaublich gutaussehend und ein Mädchenschwarm. Und natürlich hatte er sich ausgerechnet in Bethany verliebt, die relativ neu in Venus Cove war, nachdem es bereits unzählige von Mädchen bei ihm versucht hatte. Seine einzige Freundin war in einem Hausbrand ums Leben gekommen und Bethany musste sich mit anhören, dass er das nie richtig verkraftet hatte. Er würde sich für Bethany opfern und Trennungen legten auch ihm sehr zu.

Als Jake Thorn an die Schule kommt, sieht Bethany keine Bedrohung in ihm. Er scheint sogar sehr charmant zu sein und besonders gut im dichten. Zusammen mit ihm muss sie im Literaturkurs ein Gedicht schreiben und ist nahezu schockiert, als er "Sie hatte eines Engels Züge" als ersten Satz wählt. Doch sie redet sich ein, dass das purer Zufall ist. Mehr werde ich dazu nicht sagen.

Das Buch bekommt ca. ab Seite 427 eine interessante Wendung, die mal ein bisschen Spannung in die Geschichte mit einbringt. Obwohl ich finde, dass Bethany gefühlsmäßig ein bisschen hätte übertreiben müssen, so wie sie es ca. in der ersten Hälfte des Buches getan hatte, wie ich finde. Sie will bloß, dass Xavier nichts zustößt und auf einmal scheint es ihr egal zu sein, ob sie dabei stirbt oder nicht, obwohl sie sich eigentlich hätte bewusst sein müssen, dass Xavier höchstwahrscheinlich einen Selbstmord begehen würde, wenn Bethany wieder im Himmel wäre. Wie gesagt- sie ist ziemlich naiv.

Alexandra Adornettos Schreibstil liest sich flüssig und gut. Man fliegt über die Seiten und hat das Buch in Windeseile durch. Sie verwendete keine komplizierten Wörter, an denen man hängenbleiben konnte und benutzte normale, aber schöne Namen, was man an "Bethany", "Gabriel" und "Ivy" erkennen kann.
  Ebenfalls schrieb sie das Buch so, dass man es wunderbar in drei Teile hätte teilen können.
Der erste Teil- Bethany, Gabriel und Ivy landen auf der Erde, passen sich den Menschen an, Bethany geht zur Schule, gewinnt Freunde und lernt Xavier kennen.
Der zweite Teil- Xavier und Bethany verlieben sich ineinander und Bethany droht, ihr Geheimnis zu verraten. Mehr kann ich dazu nicht verraten.
Der dritte Teil- Jake Thorn kommt auf die Schule und wirbelt alles durcheinander, stellt Venus Cove auf den Kopf. Was genau Gabriel, Bethany und Ivy dagegen unternehmen, kann ich ebenfalls nicht sagen.

Mir war besonders Gabriel sehr sympathisch. Auch wenn ich die Tatsache, dass Molly seine Aufmerksamkeit erregen wollte, ziemlich jämmerlich fand. Sie hatte sich direkt in ihn "verguckt" und wollte nun alles Erdenkliche tun, damit er sie mochte. Sie versuchte, sich für ihn zu ändern und ein soziales Verhalten aufzubauen, doch Gabriel behandelte sie weiterhin wie eine ganz normale Freundin von Bethany. In der Fortsetzung "Hades" werden wir hoffentlich herausfinden, wie es mit Gabriel und Molly weitergeht.
  Gabriel jedenfalls, wurde von Bethany als sehr gefühlskalt beschrieben und sie sagte zu Molly, niemand "sei sein Typ". Molly meinte zu Bethany über Gabriel: "Ich weiß, dass es riskant ist, ihn zu mögen. Aber es ist ein Risiko, das ich eingehen möchte. Übrigens ist es schon längst zu spät für mich. Wie soll ich jemals einen anderen anschauen, jetzt, wo ich ihn gesehen habe?" Sie behaupetete auch, dass ihre Gefühle für Gabriel anfangs sehr oberflächlich gewesen waren, sich das aber geändert hatte und sie auf ihn reifer wirken wollte.

Im Buch spielte auch der Schulball eine sehr große Rolle. Sogut wie jedes Mädchen konnte den Abend der Abende kaum noch abwarten zu können und letztendlich schien sich auch Bethany dafür begeistern zu können und sie redete genauso gerne darüber, wie die anderen Mädchen. Ob der Abend letztendlich tatsächlich so toll war oder doch nur einfaches Rumsitzen besdeutete, müsst ihr selbst herausfinden, indem ihr dieses Buch lest

An dem Cover kann wohl kaum einer meckern. Es passt perfekt zur Geschichte. Man sieht Bethany und Xavier, auch wenn die Stelle selbst nie in dem Buch vorkam. Jedenfalls könnten Bethanys Flügel tatsächlich so aussehen, denn sie bestehen aus Federn, die man auf dem Cover gut erkennen kann.
  Es unterscheidet sich vom Originalcover nur durch die Überschrift.
Ich finde jedoch, dass man an den Blättern im oberen Teil des Covers gut erkennen kann, dass sie nicht echt sind. Weshalb haben die Designer dieses Cover einfach keine echten Blätter reingeschnitten?
Doch wie bekanntlich klarsteht, trägt das Cover nicht zur Bewertung des Buch bei. Ich bewerte das Buch vom Inhalt her, und dieser hat mir in diesem Fall gut gefallen.

Fazit: Eine nette Liebesgeschichte, die Engelfans auf jeden Fall gefallen könnte. Die Liebe zwischen Xavier und Bethany wurde hier überzeugend übermittelt und ich hatte zum Ende hin keinerlei Zweifel daran, dass sie sich wirklich liebten. Trotz einiger Schwächen bekommt das Buch 4 von 5 Hühnern von mir, da Alexandra Adornetto es schaffte, einen hierran zu fesseln und ich wollte am Ende nur noch wissen, wie es weitergeht. Normalerweise bekommen fiese Cliffhanger keine so gute Bewertung von mir, aber dieses Buch hat sie wahrlich verdient.


 4 von 5 Hühnern



Hier geht es zur Leseprobe
Hier könnt ihr euch den englischen Trailer zu "Hades" anschauen
Hier gelangt ihr zu Informationen über die Autorin

2 Responses to Halo

  1. Schöne Rezi! Mir hat das Buch auch gut gefallen. :)
    Lg Steffi

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  2. Super hammer tolle Rezi - und ich bin KOMPLETT deiner Meinung!!! <33333
    Übrigens hab ich das Zitat auch genommen, I just love that xDDD
    :***

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