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Die Poison Diaries- Liebe ist unheilbar

Autor: Maryrose Wood
Seitenanzahl: 272 Seiten
Verlag: FJB
Preis: 14,95€
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Jessamine und ihr Vater leben abgeschieden in einer einsamen Kapelle in England. Jessamines Vater besitzt als Botaniker einen abgeschlossenen Apothekergarten voller tödlicher Giftpflanzen, den Jessamine schon immer einmal betreten wollte. Als der unnahbare Weed auftaucht, scheint sich die Gelegenheit zu bieten, doch dann wird Jessamine schwerkrank und sie müssen das passende Gegengift finden, denn sonst wird sie sterben.

Heiße Tränen steigen mir in die Augen. Tränen der Freude, Tränen der Entgeisterung - auch Tränen der Trauer, denn jetzt werde ich niemals herausfinden, ob Weed mich aus eigenem Antrieb - ohne Vaters Befehl - gebeten hätte, seine Frau zu werden. Und doch: Muss ich nicht dankbar sein? Denn dies ist doch genau das, was ich wollte ...

An "Die Poison Diaries" ging ich mit hohen Erwartungen an. Der Trailer, das Cover und die Inhaltsangabe klangen in meinen Augen so vielversprechend. Leider wurde ich ziemlich enttäuscht. Zwar gefiel mir der Anfang halbwegs, doch mit dem Schreibstil wollte ich mich einfach nicht anfreunden. Pausenlos Szenen mit Jessamines Vater, dann wieder ohne Jessamines Vater und schließlich wieder mit Jessamines Vater. Und in der Zwischenzeit tat Jessamine nicht wirklich interessante Dinge. Sie machte essen, sie kümmerte sich um Samen, sie machte essen und dann wieder einen Tee. Das ging so lange, bis dieser seltsame Pratt mit Weed auftauchte und den scheinbar geistig verwirrten Jungen bei Jessamine und ihrem Vater lässt. Von da an wiederholte sich das ganze auf eine andere Art und Weise. Jessamine verbringt ihre Zeit mit Weed, zeigt Weed, wie man sich normal benimmt und schließlich kommt es zum ersten Kuss. Spaaannend.

Weed benimmt sich wie ein aufgeschrecktes Hühnchen. Er kommt ziemlich schmächtig, ängstlich und nicht sehr redegewandt bei Jessamine und ihrem Vater Thomas Luxton an. Jessamine - hallelujah, welch Überraschung - kann ihn dazu überwinden, Kartoffeln und Äpfel - Weed sagt, er kann sie nicht essen, weil sie leben - zu essen und Weed nimmt zu. Und dann sind da ja noch seine grünen Augen, in denen Jessamine sich scheinbar gerne verliert.

Die Sache mit Jessamine und Weed ging mir eindeutig zu schnell. Jessamine verfiel dem Jungen zu zügig, plötzlich küssten sie sich und dann waren sie miteinander verlobt? Da hinkte man doch hinterher. Und überhaupt war Jessamine viel zu emotional und nahm alles zu tragisch. Ständig ging sie vom Schlimmsten aus, was irgendwann nur noch nervte. Genau wie sie selbst. Für Weed und sie konnte ich von Anfang an nicht sehr viel Sympathie aufbringen und Jessamines Vater ignorierte ich schlichtweg, weil er mit Jessamine umging, als wäre sie lediglich eine Bedienstete und das im ganzen Buch.

Oft fehlte es an Spannung, Stellen kamen unrealistisch rüber oder die Charaktere nervten mich einfach nur noch, obwohl davon im ganzen Buch nur fünf verschiedene vorkamen. Wenn man Oleander, den Giftprinz mitzählt. Das Buch wirkte einseitig und es mangelte an Abwechslung. Dennoch flog man förmlich über die Seiten, weil das Buch mit schlappen 272 Seiten in ziemlich großer Schrift gehalten wurde und die Zeilenabstände relativ groß sind.

Das Einzige, was mir hier wirklich gut gefiel, war die Gestaltung und das Cover. Am Rand schlängelt sich eine Pflanze über den Seitenrand und dekoriert das Buch zusätzlich. Die goldenen Verzierungen des Covers schimmern und am Anfang jedes Kapitels stehen Jessamines Einträge ins Gartentagebuch, die in einer hübschen Schriftart gehalten werden. Ich möchte behaupten, dass "Die Poison Diaries" ein reiner Cover/Trailer Kauf war.

Auch wenn das Ende ein paar Fragen offen lässt und neugierig macht, so habe ich nicht vor die Fortsetzung zu lesen. Dafür ging mir alles zu rasch. Zudem sprach mich der Schreibstil während des Lesens nicht an, die Charaktere nervten mich und die Geschichte schleicht nur so dahin. Die Idee hinter diesem Buch ist gut, aber vielleicht hätte ein anderer Autor sie besser umsetzen können.

Fazit: Enttäuschend. Die Geschichte konnte mich nicht packen, die Charaktere waren mir von Anfang an unsympathisch und der Schreibstil lässt sehr zu wünschen übrig. Das einzig Gute scheint die Gestaltung zu sein. Ich war erleichtert, als ich es zuschlagen konnte, damit ich mich nicht weiterhin durchzwingen musste. Ich kann es leider nicht weiterempfehlen.




2 von 5 Hühnern

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2 Responses to Die Poison Diaries- Liebe ist unheilbar

  1. Oh oh :O Hammer geile Rezi und echt geiler Inhalt - aber so schlecht? O.o wie krass!!!!!

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  2. Oh, ich habe es auch gelesen und fand es eigentlich richtig super... ich hab 5 von 5 Punkten gegeben, naja, da sieht man mal, wie leicht die Meinungen auseinandergehen.. ;)
    Liebe Grüße

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