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Delirium

Autor: Lauren Oliver
Seitenanzahl: 416
Preis: 18,90€
Verlag: Carlsen
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Leseprobe

Die gefährlichste Krankheit ist die Liebe. Liebe ist tödlich. Liebe ist gefährlich. Liebe macht dich verrückt. Das wird allen weisgemacht, damit sie sich bloß nicht damit anstecken. Deshalb wird auch bei jedem der Eingriff durchgeführt, damit jeder immun gegen die Liebe ist. Lenas Eingriff steht ihr noch bevor und sie kann es kaum erwarten. Bis sie Alex kennen lernt. Die Narbe hinter Alex Ohr zeigt, dass er den Eingriff bereits hinter sich hat und dennoch ist er anders. Immer wieder läuft sie Alex über den Weg und plötzlich steht die Frage im Raum, ob sie wirklich immun gegen die Liebe sein will.

Liebe. Die gefährlichste aller Krankheiten. Sie endet auf jeden Fall tödlich, ob man sie hat oder nicht. Aber das stimmt nicht ganz. Die Verdammende und der Verdammte. Der Henker; die Klinge; die Begnadigung in letzter Minute; der keuchende Atem und der gewölbte Himmel über einem und danke, danke, danke, lieber  Gott. Liebe: Sie bringt dich um, aber sie rettet dich auch.
Bereits die ersten paar Seiten von "Delirium" machen neugierig auf mehr. Man lernt Lena kennen und erfährt mehr über die Gesellschaft, in der sie lebt, ihre Familiengeschichte und in welchen Verhältnissen sie lebt. Sie ist ein ziemlich durchschnittliches Mädchen, mit dem Unterschied, dass ihre Mutter von der deliria, der Krankheit der Liebe, befallen war und sich selbst umbrachte. Lena möchte unter gar keinen Umständen, dass es ihr auch so ergehen könnte und daher kann sie den Tag des Eingriffs gar nicht abwarten. Denn an diesem Tag wird sie immun gegen die Liebe. Und immun gegen noch so viel anderes. Angst, Stress und eine Menge anderer Gefühle. Die Leute sagen, sie fühlen sich nach dem Eingriff besser, aber lohnt es sich wirklich, dafür all die großen Gefühle aufgeben zu müssen?

Die Geschichte entwickelt sich langsam und dennoch wird man sofort mit hineingezogen in Lenas Welt und plötzlich fühlt es sich an, als würde man selbst über die Straßen Portlands laufen. Diese Welt, in der Lena lebt, scheint immer unterdrückender und grausamer, dass man sich wünscht, irgendetwas dagegen tun zu können. In Portland wird man bereits schief angesehen, wenn man sich mit dem anderen Geschlecht unterhält.

Anfangs ist Lena dieses brave Mädchen, das sich an alle Regeln hält und entsetzt ist, als sie mitbekommt, dass ihre beste Freundin Hana gegen Gesetze verstößt. Doch mit der Zeit wird ihr klar, dass Hanas Taten und Worte gar nicht mal so abwegig sind. Sie öffnet die Augen und erkennt, in was für einer Art von Gesellschaft sie eigentlich lebt. Und als sie dann Alex kennen lernt, ändert sich alles.

Lena durchlebt eine wirklich interessante Wandlung. Vom durchschnittlichen Mädchen zur Kriminellen, die die wichtigste aller Regeln bricht, ohne dass es jemand mitbekommt. Was sich zwischen Alex und Lena entwickelte gefiel mir, erschien mir realistisch und nicht wie eine dieser mega kitschigen Liebesgeschichten mit pausenlosem Gesülze und anderem. Denn es gibt nichts Schlimmeres als eine schlechte Liebesbeziehung. Nein, Lauren Oliver erkannte genau die Grenze zum Lächerlichen, es gab genau die richtige Menge von Geschmachte und Küsschen und zudem eine ordentliche Portion Unsicherheit. Oh ja, das gefiel mir wirklich gut.

Man erfährt mehr über die Freundschaft zwischen Hana und Lena, Alex Vergangenheit und Lenas Familiengeschichte/Mutter. Lena werden einige Dinge klar, als sie ein wenig über ihre Mutter nachdenkt und mit Alex die Grüfte besichtigen geht.

Wenn ihr euch mit diesem Buch anlegt, müsst ihr auch mit dem Ende zurechtkommen können. Denn das ist der reinste Cliffhanger. Fragen über Fragen. Denkt Lauren Oliver, es ist lustig ein Buch so enden zu lassen? Was passiert jetzt? Wie überlebe ich die Zeit, bis ich den 2. Band in der Hand halten kann? Wie will Lena das denn bitte schaffen? Und so weiter. Das Ende verdirbt einem aber sicherlich nicht das ganze Buch. Es macht nur - um es harmlos auszudrücken - "neugierig" auf den nächsten Band und sorgt vielleicht für die eine oder andere Träne. Erinnert euch aber: Lauren Oliver hat euch mit diesem Buch gepackt, durchgeschüttelt und aufgewühlt zurückgelassen.

Fazit: Ein zum Nachdenken anregendes Buch, das mit einer starken Hauptprotagonistin und einer heimlichen Liebesgeschichte beim Leser punkten kann und eine Menge Abwechslung bietet. Meinerseits eine große Leseempfehlung!


5 von 5 Hühnern

3 Responses to Delirium

  1. Freut mich, dass dir "Delirium" so gut gefallen hat. Mich hat es damals auch total mitgerissen und zur Zeit lese ich den zweiten Teil. Bin zwar erst bei der Hälfte, aber diesen kann ich bis jetzt auch nur empfehlen.
    LG Brina

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  2. Manoman ich lieb deinen Blog irgendwie!!!

    lG Mirror


    PS: hab dich getaggt!

    :D


    http://mirror-island.blogspot.de/

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  3. ich schon wieder jajaa:D
    ichw ollte dich fragen:

    würdest du
    ■Touched- Der Preis der Unsterblichkeit
    ■Virtuosity- Liebe um jeden Preis
    und schattenblüte verkaufen?



    LG Mirror
    sharah1406@web.de

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