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Filmbewertung: "Die Tribute von Panem- Catching Fire"

Könnte Spoiler enthalten!

Katniss und Peeta überlebten die Hungerspiele und kehren nun zu ihrem Leben in Distrikt 12 zurück. Allerdings weitaus reicher und besser ernährt als zuvor. Doch in den Distrikten herrscht Unruhe. Viele Menschen sehen Katniss' Aktion mit den Beeren als Ansporn für eine Rebellion und es kommt zu Aufständen.
Als die 75. Hungerspiele - bei denen es sich um ein Jubel-Jubiläum handelt - nahen, erfahren sie, dass in diesem Jahr ein weiblicher und ein männlicher Tribut pro Distrikt aus dem bestehenden Siegerkreis ausgewählt wird. Das heißt: Katniss muss auf jeden Fall zurück in die Arena.





Frisch aus dem Kino und vollkommen aufgewühlt! Zwar hatte ich überall gehört, wie großartig dieser Film sein solle und war bereits vom ersten Film begeistert gewesen, aber damit hätte ich sicherlich nicht gerechnet!
  Es fängt bereits mit einem schönen Landschaftsbild, ruhiger Musik und einer Katniss im Wald an. Klingt vielversprechend- ist es auch! Ich hatte hohe Erwartungen an den Film und wollte, dass diese sich erfüllten. Ich glaube, noch nie im Leben, hat mir die Verfilmung eines Buches besser gefallen als bei "Catching Fire".

Die Besetzung fand ich bereits in "The Hunger Games" gut und wurde meiner Meinung nach in "Catching Fire" noch einmal übertroffen. Philip Seymour Hoffman für Plutarch: Genial! Und ich glaube, eine passendere Johanna Mason hätte man kaum finden können. Mit Jennifer Lawrence und Josh Hutcherson war ich auch im ersten Teil sehr zufrieden und nach dem zweiten Teil völlig von ihnen überwältigt! Besonders Jennifer Lawrence' Leistung als Katniss ist mehr, als man als Zuschauer erwarten dürfte und dennoch serviert bekommt. Zu Haymitch brauche ich wohl kaum etwas sagen- wir wissen, dass Woody Harrelson perfekt ist.
  Die schauspielerischen Leistungen, die hier vollbracht wurden, werfen mich um. Zu jedem Zeitpunkt glaubhaft und realistisch, wenn man einmal von dem einen Geschwisterkind von Rue absieht. Ich konnte wirklich mit den Figuren wie auch in den Büchern mitfühlen und landete letzten Endes in einem Wechselbad aus Gefühlen, fuhr kreuz und quer mit der Achterbahn.

Man merkt allein schon an der Kulisse, dass für diesen Film ein höheres Budget zur Verfügung stand. Die Kostüme wurden perfektioniert, die Räume noch ein wenig schicker gestaltet und die Friedenswächter fahren in ziemlich coolen Karren durch die Gegend. Auch das Kapitol wirkt von der Animation her weitaus spektakulärer, zumal es im ersten Teil nett, aber sehr klein ausfiel. Und die Arena erst! Der Nebel, die Paviane, die Welle, die Vögel, der Dschungel! Meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern komplett übertroffen!

Auch wenn ich das Buch mehrere Male bereits gelesen habe, gab es kaum eine Szene im Film, die mich langweilte. Das Gegenteil war der Fall. Ich erwischte mich immer häufiger dabei, wie ich angespannt auf meinem Sitz kauerte, die Hände verkrampft und den Blick starr auf die Leinwand gerichtet. Es gibt einige Szenen, bei denen ich erschrak, obwohl ich hätte wissen müssen, was passiert. Und so erging es mir auch mit beispielsweise Mags Tod. Schließlich wusste ich, dass sie sterben würde und war theoretisch vorbereitet, brach aber dennoch - wie viele weitere Kinobesucher auch - in Tränen aus. Es ist sehr, sehr lange her, dass ich einen Film gesehen habe, der mich emotional so stark aufwühlte und berührte. Klar- Rues Tod in "The Hunger Games" war wirklich ziemlich traurig und ich habe einiges an Tränen verdrückt, aber in "Catching Fire" gab es ein Dutzend solcher Szenen.

Dies ist eine der wirklich seltenen Verfilmungen, die sehr, sehr nah am Buch angelehnt ist bzw. von der Handlung her fast identisch. Ich erkannte haufenweise Dialoge wieder, wusste ganz genau, was nun passieren würde und lag jedes Mal richtig. Wieso? Weil der Film dem Buch so sehr ähnelte. An manchen Stellen bekam ich sogar ein Déjà-vu Gefühl, weil ich mir die Szene beim Lesen genau so vorgestellt hatte. Ein Buch so genau zu verfilmen ist meiner Meinung nach eine großartige Leistung und ich kann durchaus nachvollziehen, weshalb der dritte Band in zwei Teile aufgeteilt wird.

Fazit: Fantastique! Dieser Film erfüllte so ziemlich all meine Erwartungen und übertraf sie sogar noch. Emotional mitreißend, sehr stark an das Buch angelegt, tolle Kulissen, passende Musik, wunderschöne Kostüme, großartige Schauspieler und eine Menge Spannung! Was will man von einem Film eigentlich mehr? Ich glaube, ich kann momentan keinen Film so sehr empfehlen wie "Catching Fire"!


5 von 5 Hühnern + Das goldene Ei

One Response to Filmbewertung: "Die Tribute von Panem- Catching Fire"

  1. Hallo Klangtänzerin!

    Ich hab den Film Freitagabend gesehen und kann mich denier Rezension nur restlos anschließen. Ich hatte erwartet, dass der Film gut wird, aber diese Erwartung hat er noch bei weitem übertreffen können.
    Hier kann ich den Hype endlich mal verstehen und mache sogar ein wenig mit, denn der Film ist so grandios gespielt, thematisch nachdenklich stimmend und gut gemacht, dass man ihn gesehen haben sollte.

    Liebe Grüße
    Izzy

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